Baufinanzierung
Anschlussfinanzierung
Wenn die Zinsbindung ausläuft, entscheiden ein paar Prozentpunkte über Zehntausende Euro
hre Baufinanzierung läuft, das Haus ist längst Ihr Zuhause – und in ein, zwei Jahren endet die Zinsbindung. Bei Abschluss Ihrer Baufinanzierung haben Sie sich einen Zinssatz für eine feste Zeit gesichert: zehn Jahre, fünfzehn, manchmal länger. Läuft diese Frist ab, ist das Darlehen selten getilgt – in aller Regel bleibt eine Restschuld. Sie wird entweder mit Eigenkapital abgelöst oder über ein neues Darlehen weiterfinanziert, die Anschlussfinanzierung. Nur wer ein Volltilgerdarlehen abgeschlossen hat, ist am Ende der Zinsbindung tatsächlich schuldenfrei.
Wer diesen Moment früh angeht, verhandelt aus der besseren Position. Wer wartet, unterschreibt am Ende meist das, was die Hausbank vorlegt.

Ihre vier Möglichkeiten
Was ein Bankwechsel kostet
Wechseln Sie das Institut, muss die Grundschuld übertragen werden. Die Abtretung von Bank zu Bank ist der einfache Weg – die Notar- und Grundbuchkosten liegen dabei üblicherweise im niedrigen dreistelligen Bereich, Löschung und Neueintragung kosten ein Vielfaches. Klingt nach einem Hindernis, ist aber selten eines: Schon ein kleiner Zinsunterschied spart über die Laufzeit ein Vielfaches dieser Kosten. Wir rechnen Ihnen das an Ihren Zahlen vor, bevor Sie sich entscheiden.
Worauf es beim Vergleich ankommt
Maßgeblich ist der effektive Jahreszins, nicht der beworbene Sollzins. Dazu kommen die Zinsbindung, eine Tilgung, die Sie dauerhaft tragen können, und die Frage nach Flexibilität: Sondertilgungen, Tilgungssatzwechsel, im Notfall eine tilgungsfreie Zeit. Diese Freiheiten kosten meist einen kleinen Zinsaufschlag – ob sich das für Sie lohnt, hängt von Ihrer Situation ab. Wir vergleichen die Angebote von über 500 Darlehensgebern und sagen Ihnen auch, wenn die Verlängerung bei Ihrer bisherigen Bank die beste Lösung ist.
Unser Online-Service für Sie
FAQ
Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Baufinanzierung?
Als Faustregel gilt je mehr, desto besser – idealerweise 10–20 % des Kaufpreises oder der Baukosten zuzüglich Nebenkosten (Notar, Grunderwerbsteuer, ggf. Makler). Wir prüfen gemeinsam, was in Ihrer konkreten Situation möglich und sinnvoll ist – auch mit weniger Eigenkapital gibt es oft interessante Lösungen. Bei guten Einkommensverhältnissen ist auch eine 100-%-Finanzierung möglich.
Kann ich den Kaufpreis einer Immobilie noch verhandeln?
Ja – und das kann sich erheblich lohnen. Wir prüfen als Teil unserer Beratung, ob der aufgerufene Kaufpreis realistisch ist. In mehreren Fällen konnten wir gemeinsam mit unseren Kunden den Kaufpreis deutlich senken – im Schnitt oft mehrere 1.000,00 €.
Was sind KfW-Fördermittel und kann ich sie nutzen?
Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse für Neubau, Kauf und Sanierung von Immobilien. Ob und welche Förderung für Sie in Frage kommt, klären wir im Beratungsgespräch – die Antragstellung begleiten wir selbstverständlich.
Was ist der Unterschied zwischen Sollzinsbindung und Laufzeit?
Die Sollzinsbindung legt fest, wie lange Ihr Zinssatz garantiert ist – z. B. 10 oder 15 Jahre. Nach Ablauf dieser Frist wird die Restschuld neu finanziert (Anschlussfinanzierung). Die Gesamtlaufzeit eines Darlehens ist in der Regel deutlich länger. Wir erklären Ihnen alle Details verständlich und ohne Fachchinesisch.
Kann ich meine Baufinanzierung auch auf Englisch besprechen?
Ja, wir beraten regelmäßig internationale Kunden auf Englisch. Sprachbarrieren sind bei uns kein Hindernis.
Bieten Sie auch Finanzierungen für Sanierungen oder Umbauten an?
Ja. Ob Neubau, Kauf eines Bestandshauses oder energetische Sanierung – wir finden für jedes Vorhaben die passende Finanzierungslösung.


